Systhema - Jahrgang 2021

Systhema - Heft 1 - 2021

Systhema - Heft 1 - 2021

VORWORT

Kerstin Schmidt
S. 4-5

Nachruf Barbara Brink

S. 6-11


Themenschwerpunkt: Mut – Perspektive und Inspiration

Originalbeiträge

Thomas Stölzel:
Auf die eigene Mitte zu – Mut als philosophische Kompetenz

S. 12-22

Zusammenfassung

Ausgehend von einer etymologischen Annäherung und einem kleinen Spaziergang durch die Begriffsgeschichte wird der Mut als besondere philosophische Kompetenz sichtbar gemacht. Das deutet dann auch auf seine Verwendungsmöglichkeiten in therapeutischen und beraterischen Kontexten bis hin zu den Herausforderungen der gegenwärtigen Krise. 

Abstract

Starting with an etymological approach and a short walk through the history of the term, this article makes courage visible as a special philosophical competence. Furthermore, its possible uses in therapeutic and counseling contexts up to the challenges of the present crisis are indicated.

 

Julika Zwack und Martin Zierold: 
„Mut zum Sein?“ – Facetten des Mutes in Therapie und Beratung

S. 23-35

Zusammenfassung

In Fallbeispielen lotet der Beitrag Facetten „Not-wendigen“ Mutes in Therapie- und Beratungsprozessen aus. Jenseits heroischer Wagnisse zeigt sich Mut in einer Bereitschaft zu angstbesetzten Korrekturen des eigenen Selbstbildes, im verantworteten Bekenntnis zu eigenen Sein-Zielen, aber auch in der Anerkennung und Schaffung von Voraussetzungen für neues Handeln. Der Beitrag geht der Frage nach, welchen Unterschied die Leitunterscheidung des Mutes für die professionelle Begleitung von Menschen in Krisensituationen macht, und bietet methodische Anregungen für die therapeutische Praxis.

Abstract

Based on case studies the article reflects on perspectives of transformative courage in therapy and consulting. Beyond heroic risk taking courage shows up in the willingness to confront challenges to ones own identity as well as in commitment to important values and needs. Differentiating courage from bravery and recklessness, preconditions for courageous actions are explored. The article asks what difference the perspective of courage makes for supporting people in crisis and offers methodical suggestions for intervention.

 

Eva Schramm: 
„So rannte ich beinahe hin und her...“ – Autoethnografische Überlegungen zu mutigem Handeln in der Familienhilfe

S. 36-44

Zusammenfassung

Die Autorin arbeitet mithilfe von Autoethnografie am Beispiel ihrer Alltagspraxis in der Familienhilfe heraus, wie eigene Emotionen das Handeln als Sozialarbeiterin prägen. Daraus leitet sie ab, wie durch kritische Beobachtung des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns Wissen über die soziale Ordnung generiert werden kann. Eigene Emotionen in den Diskurs zu bringen und sie kritisch zu hinterfragen, erfordert Mut, sich mit Normalitätsvorstellungen zu befassen, generiert aber auch neue Handlungsoptionen im Umgang mit Adressat*innen.

Abstract

With the help of autoethnography, the author uses the example of her everyday practice in family support to work out how emotions shape behavior as a social worker. Following on from this, she shows how knowledge about the social order in the respective context can be generated through critical observation of one’s own thinking, feeling and acting. Bringing one’s own emotions into the discourse and questioning them critically requires courage to deal with one's own ideas of normality, but it also generates possible scenarios and options when dealing with others.

 

Interview

Interview mit Jonas Geißler 

S. 45-53

Impuls

Christopher Klütmann: 
Führung mit Mut – Erkenntnisse und Reflexionen aus einer systemischer(en) Perspektive

S. 54-60

Zusammenfassung

Was haben Mut und Führung gemeinsam? Ist Mut eine unabdingbare Eigenschaft und/oder Qualität von Führungskräften? Dieser Frage geht der Autor in diesem Beitrag auf den Grund. Als Grundlage dazu dienen dialogorientierte Interviews mit Führungskräften, die im Rahmen des Buches „Führung im Dialog – Wer braucht was von wem“ entstanden sind. Sechs unterschiedliche Aussagen und Perspektiven zum Thema Führung werden exemplarisch vorgestellt. Diese bringt der Autor mit Mut in Verbindung und ist bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen Beschreibungen und Zugänge auf der Suche nach Gemeinsamkeiten, was „gute“ Führung kennzeichnen könnte – mit dem Wissen, dass Führung im Dialog immer wieder neu entsteht und Reflexionen zum eigenen Denken und Handeln anregen können.

Abstract

What do courage and leadership have in common? Is courage an indispensable characteristic or quality of managers? In this article the author explores these questions based on  dialogue-oriented interviews with executives conducted while working on his book “Leadership in Dialogue - Who needs what from whom”. Six different statements and perspectives on leadership are presented as examples and are associated with courage. The author is looking for similarities in what can be characterized as “good” leadership – despite differences in descriptions and approaches and with the knowledge that leadership always emerges anew in dialogue and can stimulate reflections for one's own thoughts and actions.

Erfahrungsberichte

Manuela Fischer: 
„Das haben wir noch nie probiert ...“ – Virtuelle Kita: Ein Erfahrungsbericht

S. 61-64

Zusammenfassung

Ein Erfahrungsbericht aus zwei Kölner Kitas während des Corona-Lockdowns im Frühling 2020. Vom Mut, Neues zu wagen.

 

Charlotte Cordes: 
Mut zur Improvisation – in der Coronazeit und auch sonst

S. 65-71

Zusammenfassung

In dem Artikel beschreibt Charlotte Cordes die Ähnlichkeit der Haltung, die hinter dem Provokativen Ansatz und Improtheater steckt in Form von „Humor“, „Lust am Scheitern“ und „im Hier und Jetzt Sein“. Sie macht deutlich, wie diese Haltung ihr im Coronajahr 2020, in der auch ihr Vater sehr überraschend starb, Mut verliehen hat, wilde Zeiten erstaunlich gut zu meistern.

Abstract

In this article Charlotte Cordes describes the similar attitude behind the provocative approach and improv-theatre in the form of ’humor‘, ’stay happy when you fail‘ and ’be in the moment‘. She makes clear how this attitude has helped her manage her life astonishingly well in the year of 2020, with her beloved father dying a surprised death and Corona coming up and change the world.

 

REZENSIONEN

S. 72-80

Nachrichten 

S. 81

Nachlese

S. 82-86

TERMINE / VERANSTALTUNGEN

S. 87-91